Genealogische Abkürzungen und ihre Bedeutung

Hier finden Sie zahlreiche genealogische Abkürzungen mit Ihrer Bedeutung. Diese Sammlung wurde von unserem Mitglied Herbert Kuba begonnen. Wir würden uns freuen, wenn Sie sie durch eigene Beiträge zum Nutzen unserer Mitglieder erweitern würden. Bitte schicken Sie Ihre Ergänzungen an die Adresse homepage@vsff.de.

Hinweise:

  • Beachten Sie ggf. unterschiedliche Schreibweisen (zum Beispiel c und k oder i und j oder n und nn …).
  • Suchen Sie bi bei Abkürzungen mit und ohne Punkt bzw. mit und ohne Leerzeichen (zum Beispiel: RIP und R.I.P. und R. I. P. bzw. a.a. und a. a.).
  • Die Groß- oder Kleinschreibung spielt bei bei Abkürzungen selten ein Rolle.

In den Erläuterungen verwendete Abkürzungen

  • BAY Bayern
  • BÖH Böhmen
  • ÖST Österreich
  • SAU Sauerland
  • SBÖ Südböhmen
  • (*) Vornamensformen aus dem 14.- 17. Jh. nach 9.)
  • [fr] französisch oder aus dem Fr.
  • [gr] griechisch oder aus dem Gr.
  • [lat] lateinischen oder aus dem Lat.
  • [pol] polnisch oder aus dem Pol
  • [tsch] tschechisch oder aus dem Tschech.
& # A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X
Es gibt 37 Namen in diesem Verzeichnis, die mit dem Buchstaben M beginnen.
M 1000
(römisches Zahlzeichen)
m.
mons -> Berg; meridies -> Mittag; mensis -> des Monats; mater -> Mutter, Mutter -> , Pfarrkirche
m. c. [M. C.]
mensis currentis -> laufenden Monats; Magister Chirurgiae -> Doktor der Chirurgie
m. c. l.
magna cum laude -> mit Auszeichnung (Examensergebnis)
M. Ch. D.
Magister Chirurgiae Dentalis -> Zahnarzt
M. D.
medicinae doctor -> Doktor der Heilkunde (Medizin)
m. m. p
manu mea propria -> mit meiner eigenen Hand
m. n.
more novo -> nach neuem Brauch; media nocte -> um Mitternacht; mutao nomine -> mit / nach Änderung des Namens
m. p.
mensis praeteriti -> vergangenen Monats
m. p., m. pr., m. pp.
manu propria -> mit eigener Hand, eigenhändig (unterschrieben)
m. s. [M.S.]
memoriae sacrae -> heiligen Angedenkens; more solito -> nach gewohntem Brauch; Manuscriptum -> Handschrift
m. s. c.
mandatum sine clausula -> uneingeschränkte Vollmacht
M. U. D., M. U. Dr
medicinae universalis doctor -> Doktor der gesamten Medizin
m. v.
more vetere -> nach altem Brauch
M., m., Mag.
magister -> Meister, Magister (akademischer Grad)
M., Mk.
Mark
m., mort.
mortuus,a -> gestorben
ma
ma hinter einer Zahl, z.B. 20ma dürfte sein vicesima = der zwanzigste
mar
mariti -> lat. Eheleute, Eltern
matr.
matrina -> Patin
mbus m
orbus gestorben (an)
me
mensis z.B. in der Verbindung 20 me Martii = 20 mensis Martii = am 20. des Monats März
med. prac.
medicinae practicus -> praktischer Arzt
merc.
mercator -> Kaufmann
mgr m
Minister
min. min
ister -> minister
MM
MM Monumentum, Matrimonium
mort.
mortuus oder mortua -> gestorben (m oder f))
mos. Mosaisch
mos. mosaisch = jüdisch
mp
manu propria -> mit eigener Hand
mppa.
manu propria -> eigenhändig (unterschrieben)
mppsss
manu propria subscripsit -> er hat mit eigener Hand unterschrieben
mpria
manu propria -> eigenhändig (unterschrieben)
mrm
Genitiv Plural von mater = der Mütter
mrm m
imonium -> Ehe
Ms, M.S.
manuscriptum -> Handschrift
mut. mut
mutatis mutandis], mit den nötigen Änderungen

Quellen

  1. „Taschenbuch für Familiengeschichtsforschung“ von Ribbe / Henning, Degener-Verlag
    Teil: „Verwandtschaftsbezeichnungen und genealogische Fachsprache“ Ribbe

  2. Verschiedene Bände des Duden

  3. Brockhaus, „Kleines Konversations-Lexikon“, 5. Aufl. von 1906

  4. „Familienkundliches Wörterbuch“ von Fritz Verdenhalven, Degener-Verlag, 3. Aufl.

  5. „Lateinische und deutsche Bezeichnungen in der Familienforschung“ von Josef A. Huber, Augsburg; Aufl. 2001

  6. „Abenteuer Ahnenforschung“ von Eike Pies, Verlag, E: & U. Brockhaus, 1994

  7. „Ahnen- und Familienforschung in Polen leicht gemacht“ von Werner Zurek, Verlag R.G. Fischer, 2. Aufl. 2001

  8. „Wortschatz für den Sippenforscher“ von R. Koppensteiner, Wien 1939

  9. „Laterculus Notarum“, lateinisch-deutsche Interpretationshilfen für spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Archivalien von Karl E. Demandt, Archivschule Marburg, 6. unveränderte Auflage 1998

  10. „Ursprung und Bedeutung der Regulierungs- und Separationsrezesse in den östlichen Provinzen“, Dessin, Berlin 1927. (erhalten von Herrn Peppel, Gelsenkirchener Treff)

  11. „Verzichtbuch der Kirchspiele Hilden und Haan (1562-1623)“ von Heinrich Strangmeier, 1970

  12. „Obligationsprotokolle des Gerichts und Kirchspiels Hilden und Haan (1738-1809) von Wolfgang Wenning, 1986

  13. „Die Amtssprache“ Verdeutschung der hauptsächlichsten im Verkehre der Gerichts- und Verwaltungsbehörden sowie in Rechts- und Staatswissenschaft gebrauchten Fremdwörter von Karl Bruns, Berlin, 9. Aufl. 1914; Nachdruck 2004 des Westfälischen Archivamtes

  14. „Schlüssel zu alten und neuen Abkürzungen“ von Paul Arnold Grun, 1966, reprint 2002 C. A. Starke Verlag

  15. „Latein I für den Sippenforscher“ von Weidler, Grun, 2. Aufl. Lampe, Reprint C.A. Starke Vlg. Limburg

  16. Beiträge in Foren und Mailinglisten

  17. „Wörterbuch zur Familien- und Heimatforschung in Bayern und Österreich“ von Reinhard Riepl, 3. Aufl. 2009

  18. „NS-Deutsch ‚Selbstverständliche’ Begriffe und Schlagwörter aus der Zeit des Nationalsozialismus“ von Karl-Heinz Brackmann und Renate Birkenhauer, Straelener Manuskripte Verlag, 1988

  19. Latein: http://www.frankfurter-hauptfriedhof.de/lex-latein.htm

  20. „Vom Abbrändler zum Zentgraf – Wörterbuch zur Landesgeschichte und Heimatforschung in Bayern“ von Reinhard Heydenreuter, Wolfgang Pledl, Konrad Ackermann, Volk-Verlag München, 3. Aufl. 2013